Stolpersteine
Seit 2016 gibt es in Tübingen eine private Stolperstein-Initiative. Die Idee basiert auf dem europaweiten Erinnerungs- und Kunstprojekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig. In 31 europäischen Ländern sind inzwischen 116.000 STOLPERSTEINE in über 1860 Kommunen verlegt worden, die meisten davon in Deutschland. Auf zehnmal zehn Zentimeter großen Messingplatten sind der Name, die Lebensdaten und die Umstände des Todes bzw. der Emigration des Menschen eingraviert.
Mehr zur Initiative und zum Kunstprojekt von Günter Demnig findet sich auf:
An zahlreichen Orten in Tübingen sind zwischenzeitlich ebenfalls Stolpersteine verlegt. Die Tübinger Initiative hat eine eigene Homepage, die ausführliche Informationen zu den einzelnen Stolpersteinen bietet:
Stolpersteine Tübingen
Gedenkbuch beim jüdischen Friedhof in Wankheim
Mit einem Gedenkbuch vor dem Jüdischen Friedhof in Wankheim gedenken der Landkreis Tübingen und die Gemeinde Kusterdingen 56 Opfern der Shoah mit Bezug zu Tübingen und Wankheim.
Landkreis und Gemeinde knüpfen mit diesem Gedenkbuch an ein Anliegen des Tübinger Shoah-Überlebenden Viktor Marx an, der bereits 1946 auf einem Gedenkstein auf dem Jüdischen Friedhof die ihm bekannten 14 Namen von Opfern der Shoah einmeißeln ließ. Das Kreisarchiv Tübingen hat in nationalen und internationalen Archiven nach 56 Personen recherchiert, die es in Tübinger Standesamtsunterlagen oder bei Tübinger Meldebehörden ausfindig machen konnte oder die in Gedenkwerken zu Tübingen genannt sind.
Eine Ringbuchkonstruktion am Gedenkbuch bietet die Möglichkeit, zusätzliche Seiten einzufügen. Die recherchierten Informationen hat das Kreisarchiv in der Qualität eines historischen Referenzwerkes erstellt. Die künstlerische Form des Gedenkbuches geht auf einen Wettbewerb zurück, den die Jury zur Vergabe des Lilli-Zapf-Preises 2022 ausgeschrieben hat. (Textzusammenfassung Homepage Landkreis).
Weitere Informationen zum Gedenkbuch und zu den aufgeführten Einzelschicksalen finden sich unter
und
