Jüdischer Friedhof

Der jüdische Friedhof Wankheim – auf der Gemarkung der Gemeinde Kusterdingen gelegen – ist gleichzeitig Ort der Erinnerung, Zeugnis der Regionalgeschichte und ein steinernes Dokument deutsch-jüdischer Vergangenheit.

Als Standort des ersten und für lange Zeit einzigen Mahnmals für die Opfer der Shoah in den Landkreisen Tübingen und Reutlingen reflektiert er außerdem die in der Region erst spät entstandene Erinnerungskultur an das NS-Unrechtssystems.

Der Friedhof – Zeugnis eines vormals lebendigen jüdischen Lebens in der Region und Kulturdenkmal – ist zunehmend dem Verfall ausgesetzt. Der Zustand ist alarmierend. Deshalb setzt sich der Förderverein für jüdische Kultur in Tübingen e.V. seit zwei Jahren noch verstärkter für den Erhalt des Friedhofs ein, entwickelt gleichzeitig Konzepte um dieses Zeugnis jüdischen Lebens hin zu einem Lern- und Bildungsort zu entwickeln, der Kopf und Herz anspricht.

Der Förderverein ist daher mit Behörden und politischen Akteuren auf lokaler und überregionaler Ebene intensiv im Gespräch.

Aber nicht nur das – der Verein geht in Vorleistung und hat aus eigenen Mitteln die Sanierung des historischen Friedhoftores finanziert sowie ein Gutachten in Auftrag gegeben, das die Bedeutung des Kulturdenkmals wissenschaftlich herausarbeitet.

Außerdem bietet der Verein regelmäßig Führungen an – auf Nachfrage selbstverständlich auch für Gruppen.

Wir sammeln darüber hinaus Spenden für den Erhalt, da uns bewusst ist, dass eine grundlegende Sanierung auch finanziell zivilgesellschaftlich flankiert werden sollte.

Da uns Transparenz sehr wichtig ist – und um Ihnen die Bedeutung des Friedhofes in Wankheim und das jüdische Leben in der Region näher zu bringen – können Sie das Gutachtend zum Friedhof, das Frau Prof. Dr. Schönhagen erstellt hat, hier herunterladen:  Schönhagen, Gutachten zum Jüd. Friedhof Wankheim,2